Glossar

Entfernungspauschale (Glossar)

Mit der Entfernungspauschale (häufig auch als Pendlerpauschale bezeichnet) werden die Kosten für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte abgegolten. Die Entfernungspauschale zählt zu den Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit (§ 19 EStG). Die Entfernungspauschale beträgt einheitlich 0,30 EURO für jeden Entfernungskilometer. Die Entfernungspauschale kommt grundsätzlich unabhängig vom benutzten Verkehrsmittel zum Ansatz. Auch Arbeitnehmer, die ihren täglichen Weg zur Arbeit per Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen, können die Entfernungspauschale beanspruchen und als Werbungskosten steuermindernd ansetzen. Arbeitnehmer, die den Weg zur Arbeit mit dem Motorrad oder mit einer Fahrgemeinschaft zurücklegen, können maximal 4.500 EURO als Werbungskosten ansetzen. Nutzt der Arbeitnehmer öffentliche Verkehrsmittel, können die tatsächlichen Kosten belegmäßig  nachgewiesen oder mittels Ansatz der Entfernungspauschale bis zu maximal 4.500 EURO beansprucht werden. Die Begrenzung der Entfernungspauschale auf insgesamt 4.500 EURO jährlich kommt nicht zur Anwendung, wenn das eigene Fahrzeug für den täglichen Weg zur Arbeit genutzt wird. Steht kein eigenes Fahrzeug zur Verfügung, ist die Nutzung des Fahrzeuges des Ehegatten, der Eltern oder der Geschwister statthaft, um zur Arbeitsstätte zu gelangen. Nachdem der Gesetzgeber ab dem Veranlagungszeitraum 2007 die Entfernungspauschale für Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte von bis zu 20 km strich, hob das Bundesverfassungsgerichts diese Regelung mangels Vereinbarkeit mit höherrangigem Recht wieder auf (Az: 2 BvL 1/07).

Entfernungspauschale (Glossar)

Damit galt wieder die alte Regelung, wonach auch für die ersten 20 km Fahrtkosten wie Werbungskosten abgezogen werden können. Der Gesetzgeber reagierte und führte die alte Rechtslage wieder ein. Im BMF-Schreiben vom 31.9.2009 bezog die Finanzverwaltung hierzu Stellung. Die Entfernungspauschale ist auf die kürzeste Wegstrecke zu berechnen. Eine längere Strecke wird nur bei zureichender Begründung anerkannt, zum Beispiel, falls eine längere Wegstrecke verkehrsgünstiger liegt. Fährt ein Arbeitnehmer mittags nach Hause, so kann er nur einmal täglich die Entfernungspauschale beanspruchen. Die zusätzlichen Kosten für die Mittagsheimfahrt bleiben unberücksichtigt. Wird der tägliche Weg zur Arbeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt und ist diese Strecke länger als die kürzeste Straßenverbindung, dann ist für die Ermittlung der Entfernungspauschale die kürzere Straßenverbindung maßgeblich (Finanzgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 30.03.2009, 4 K 5374/08).

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