Wirtschaft

Die durchschnittlichen Kosten eines Mittelklasse-PKW

Nicht nur für Privatkäufer ist die automobile Mittelklasse interessant. Stark vertreten in diesem Segment sind auch die Flotten- und Firmenwagenbetreiber. Die Mittelklasse stellt das drittstärkste Segment auf dem deutschen Markt dar. Davor rangieren nur Kompaktklasse und Kleinwagen. Fast jeder fünfte Pkw in Deutschland gehört zur Mittelklasse.
Als Herkulesaufgabe stellt es sich dar, in diesem Dickicht eine exakte Kostenberechnung zu erstellen. Schwacke hat sich dieser Herausforderung angenommen und nahm in einer umfassenden Analyse alle auf dem Markt befindlichen Mittelklassemodelle unter die Lupe. Insgesamt 1.797 verschiedene Modellversionen von über 20 Herstellern hat Schwacke dabei geprüft und bewertet. Ein gemitteltes, typisches Profil für Privatkunden mit einer Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometern und vier Jahren Haltedauer diente dabei als Berechnungsgrundlage. Zur Ermittlung der durchschnittlichen Betriebskosten wurden eine Fülle von einzelnen Eckdaten genutzt. Neben Unterhaltskosten (zum Beispiel Wartung, Versicherung und Steuer sowie Kraftstoff) spielen hierbei auch vermeintlich nebensächliche Posten wie der Reifenverschleiß oder die Autowäsche auf die vierjährige Haltedauer hochgerechnet durchaus eine bemerkenswerte Rolle. Den wichtigsten Aspekt stellt allerdings der Wertverlust dar, der von Autokäufern bei der Kostenberechnung oft vernachlässigt wird. Dabei kann gerade dieser die höchsten Kosten verursachen: in der Analyse erreichen einige Modelle nach vier Jahren einen Restwert von nur noch 35 Prozent oder weniger, während die sogenannten Restwert-Riesen nach vier Jahren durchschnittlich noch mehr als 60 Prozent ihres Neupreises erzielen. In Zahlen ausgedrückt kann es dabei um weit über 40.000 Euro gehen, die ein Neuwagen an Wert einbüßt. Wer hier bereits bei der Anschaffung korrekt rechnet, kann monatlich bis zu 870 Euro sparen. Obwohl die Modellvielfalt in der Mittelklasse groß ist bestehen auch bei vergleichbaren Fahrzeugen sehr deutliche Unterschiede bei den Unterhaltskosten.

Die durchschnittlichen Kosten eines Mittelklasse-PKW

So liegt beispielsweise der VW Passat Variant 1.6 TDI Bluemotion Technology mit 105 PS, ein besonders sparsamer und umweltfreundlicher Kombi, bei Betriebskosten von 50,22 Euro pro 100 Kilometer. Der gleich motorisierte Skoda Octavia 1.6 TDI Greenline verursacht hingegen Betriebskosten von 41,60 Euro pro 100 Kilometer. Generell ist die tschechische Marke aus dem Volkswagenkonzern in der Schwacke-Betriebskostenanalyse überraschender Sieger: Der Skoda Octavia, als Kombi oder Limousine, Benziner oder Diesel, erreicht die niedrigsten Betriebskosten des Segments. Die insgesamt hohen Kosten überraschen dennoch. Rund 60 Cent/Kilometer bedeuten bereits einen Platz im Mittelfeld, wo sich Automobile wie Mercedes C 220 CDI oder Opel Insignia 2.0 CDTI die Ränge mit dem Subaru Legacy 2.0D oder dem Toyota Avensis Combi 2.0 teilen. Dass teure Sportlimousinen vom Schlage eines BMW M3 sehr hohe Betriebskosten verursachen, galt bereits vor der umfangreichen Studie als wahrscheinlich, dass allerdings auch einzelne Modelle von Citroen, Peugeot oder Volvo zu den kostenintensivsten des Segments gehören, ist eines der überraschenden Ergebnisse der Schwacke-Betriebskosten-Analyse. In der Übersichtstabelle sind als Auszug die Betriebskosten wichtiger Mittelklasse-Fahrzeuge bis zu einem Kaufpreis von rund 40.000 Euro erfasst.

09.12.2011

www.firmenwagen.name

 

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