Steuern

Steuergünstig vom Firmenwagen trennen

Denken Sie auch manchmal daran, Ihren Firmenwagen einfach zu verkaufen? Vielleicht, weil die Benzinpreise so hoch sind? Damit stehen Sie nicht alleine da. Einige Tipps sollten Sie aber beherzigen.
Gerade in Ballungszentren steigen immer mehr Selbstständige auf Bus und Bahn um und trennen sich vom Firmenwagen. Das stetig wachsende Verkehrsaufkommen und immer mehr Staus verleiten so manchem die Fahrfreude. Falls auch Sie sich mit dem Gedanken tragen, Ihren Wagen zu verkaufen, sollten Sie an eine Steuerfalle denken, vor der viele Selbstständige unangenehm überrascht werden.
Was häufig vergessen wird: Verkaufen Sie ein Auto, das Sie zuvor ins Betriebsvermögen eingelegt haben, dann müssen Sie für den Verkaufserlös Umsatzsteuer abführen. Dies mag an folgendem Beispiel verdeutlicht werden: Sie verkaufen Ihren sechs Jahre alten Firmenwagen für 5.000 €. Dann müssen Sie hierfür knapp 800 € Umsatzsteuer abführen – für viele Selbstständige eine böse Überraschung, die häufig erst dann bekannt wird, wenn das Finanzamt eine Betriebsprüfung anordnet oder die Fahrzeugkosten näher untersucht.
Die Umsatzsteuer wird sogar dann fällig, wenn Sie beim Kauf des Wagens gar keine Vorsteuer geltend gemacht haben. Häufiger Fall: Sie haben den Wagen von einer Privatperson gebraucht erworben und folglich keine Umsatzsteuer entrichtet. Wird das Fahrzeug danach dem Betriebsvermögen zugeordnet und verkaufen Sie den Wagen später, wird trotzdem Umsatzsteuer fällig. Kalkulieren Sie die Umsatzsteuer (19 %) jedoch in Ihren Verkaufspreis ein und wird Ihr Verkaufsangebot damit um fast ein Fünftel höher, so ist der Wagen auf dem Gebrauchtwagenmarkt häufig schwer verkäuflich.

 

Steuergünstig vom Firmenwagen trennen

 

Tipp 1:  Das Fahrzeug erst in das Privatvermögen überführen und später verkaufen
Es gibt aber eine Lösung, die Umsatzsteuerzahlung zu vermeiden, wenn Sie sich von einem Firmenwagen trennen wollen. Entnehmen Sie den Wagen zunächst aus dem Betriebsvermögen und machen Sie ihn dadurch wieder zu einem reinen Privatwagen.
Lassen Sie dann ein paar Monate verstreichen und verkaufen Sie den Wagen anschließend als Privatperson. Durch die verstrichene Zeit steht der Verkauf nicht mehr im Zusammenhang mit der Entnahme – und Umsatzsteuer wird nicht mehr fällig.

 

Tipp 2: Natürlich können Sie den Wagen – wenn Sie ihn aus dem Betriebsvermögen genommen haben – weiter betrieblich nutzen und die Kosten dafür steuerlich geltend machen. Sie führen – wie oben beschrieben – ein Fahrtenbuch über die betrieblich gefahrenen Kilometer und setzen pauschal 0,30 € (bzw. die tatsächlichen Kilometerkosten) als Betriebsausgaben pro Kilometer an.

©  Steueranwalt Disque

 

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